Akte FC Schalke 04
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Tragisch — Diese Personen hatten Pech

Rudi Assauer: Rudolf „Rudi“ Assauer absolviert zwischen 1964 und 1976 307 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund (nicht für Schalke 04) und Werder Bremen.

Rudi Assauer: Vom BVB-Profi zum Schalker Macher

307 Bundesligaspiele für Dortmund und Bremen, ab 1993 Manager auf Schalke – und bis zum Tod 2019 BVB-Mitglied.

Nach wenig erfolgreichen Versuchen als Trainer wird er nach seiner Karriere als Fußball-Profi zunächst Manager bei Werder Bremen und beim VfB Oldenburg, bevor er schließlich beim FC Schalke 04 anheuert und dort zwei Mal Manager ist. Seine zweite Amtszeit markiert eine Hochphase des Vereins. Sie beginnt am 1. April 1993 und S04 gewinnt 1997 den UEFA-Cup, sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal.

Am 17. Mai 2006 tritt Assauer als Manager zurück. Der Aufsichtsrat hat ihm einstimmig das Vertrauen entzogen. Einer Abschiebung auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden stimmt Assauer nicht zu.

Sie kommt nicht zustande. Was wenige wissen: Assauer bleibt trotz seines Engagements bei Schalke 04 Borussia Dortmunder als Vereinsmitglied treu. 2010 wird er für seine 40-jährige Mitgliedschaft vom BVB geehrt.

2012 erscheint die Autobiografie von Assauer, in der auch seine Alzheimer-Erkrankung thematisiert wird. Rudi Assauer stirbt am 6. Februar 2019 an den Folgen der Krankheit.

Rudi Assauer - Macho mit Herz: Rudolf „Rudi“ Assauer absolviert zwischen 1964 und 1976 307 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund (nicht für Schalke 04) und Werder Bremen. Nach wenig erfolgreichen Versuchen als Trainer wird er nach seiner Karriere als Fußball-Profi zunächst Manager bei Werder Bremen und beim VfB Oldenburg, bevor er schließlich beim FC Schalke 04 anheuert und dort zwei Mal Manager ist. Seine zweite Amtszeit markiert eine Hochphase des Vereins. Sie beginnt am 1. April 1993 und S04 gewinnt 1997 den UEFA-Cup, sowie 2001 und 2002 den DFB-Pokal. Am 17. Mai 2006 tritt Assauer als Manager zurück. Der Aufsichtsrat hat ihm einstimmig das Vertrauen entzogen. Einer Abschiebung auf den Posten des Vorstandsvorsitzenden stimmt Assauer nicht zu. Sie kommt nicht zustande. Was wenige wissen: Assauer bleibt trotz seines Engagements bei Schalke 04 Borussia Dortmund als Vereinsmitglied treu. 2010 wird er für seine 40-jährige Mitgliedschaft vom BVB geehrt. 2012 erscheint die Autobiografie von Assauer, in der auch seine Alzheimer-Erkrankung thematisiert wird. Rudi Assauer stirbt am 6. Februar 2019 an den Folgen der Krankheit25.

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Bernd Tönnies: Fünf Monate Präsident, dann der frühe Tod

Im Februar 1994 zum Schalke-Präsidenten gewählt, stirbt der Fleischunternehmer am 1. Juli 1994 mit 42 Jahren.

Bernd Tönnies wird am 7. Februar 1994 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten des FC Schalke 04 gewählt. Da ist er 41 Jahre alt, geschäftlich sehr erfolgreich, aber gesundheitlich aufgrund eines Herzinfarktes bereits „angeschlagen“. Vor der Wahl muss die Vereinssatzung von S04 geändert werden, weil Tönnies noch keine zwölf Monate Mitglied des Vereins ist.

Bernd Tönnies stirbt am 1. Juli 1994 an den Folgen einer Lungeninfektion nach einer Nierentransplantation. Mit 42 Jahren. Tönnies ist ein „Vollblut-Unternehmer“.

Mit 16 Jahren verlässt er den elterlichen Bauernhof, ein Jahr darauf gründet er seine erste Firma, einen Zerlegebetrieb für Schweine. 25 Jahre später ist Tönnies zum "Kotelett-Kaiser" in Westfalen aufgestiegen, dessen Firmenimperium Fleischfabriken von den Niederlanden bis Russland umfasst. Jürgen Möllemann ist Duzfreund und Förderer des Aufsteigers.

Möllemann sorgt Anfang Februar 1994 auch dafür, dass Tönnies Präsident bei Schalke 04 wird. Bernd Tönnies ersetzt den vom SPIEGEL als Finanzjongleur entlarvten Günter Eichberg, rettet und saniert S04. Der abstiegsbedrohte Verein bleibt 1994 in der Bundesliga. Drei Jahre später ist er Sieger im UEFA Cup.

Übrigens: Bernd Tönnies ist der ältere Bruder des im Dezember 2019 (noch oder weiterhin) amtierenden S04 Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.

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Stan Libuda: Der Ruhrpott-Garrincha auf beiden Seiten

Schalker Publikumsliebling, BVB-Pokalsiegerschütze 1966, Schalker Kapitän 1972 – und Opfer des Bestechungsskandals.

Reinhard „Stan“ Libuda ist eine Legende im Ruhrpott, eine Art deutscher Garrincha. Und das sowohl bei Schalke 04 als auch bei Borussia Dortmund. Seine Karriere beginnt der Rechtsaußen in der Jugend von Gelsenkirchen, ehe er 1961 in den Profikader aufsteigt und zum Schalker Publikumsliebling avanciert. 1965 wechselt Libuda zum Erzrivalen nach Dortmund. Dort schießt er mit der berühmtesten Bogenlampe Deutschlands den BVB 1966 zum Europapokal der Pokalsieger. Zwei Jahre später geht er wieder zurück zu Schalke 04 und führt die Knappen als Kapitän 1972 zum DFB-Pokalsieg. 1970/71 macht er den Fehler seines Lebens. Libuda und seine Schalker Teamkollegen lassen sich im Sog des Bundesliga-Bestechungsskandals kaufen! Der Super-Techniker wird zunächst auf Lebenszeit gesperrt und dann 1973, nach einem Jahr im Exil bei Racing Straßburg, begnadigt. Die Zeit nach dem Fußball verläuft für Libuda weniger glücklich. Lange Zeit, vor allem nach der Trennung von seiner Ehefrau, lebt er zurückgezogen in Gelsenkirchen-Haverkamp.

Da er am Anfang seiner Karriere seine Lehre zum Maschinenschlosser abgebrochen hat, findet er keine Arbeit, bevor er mit Hilfe von Rolf Rüssmann einen Job bei der Thomas-Gruppe, einer Papierveredlungsfirma im Haverkamp, bekommt. Einige Jahre betreibt er danach den von Ernst Kuzorra übernommenen Tabakladen auf der Kurt-Schumacher-Straße in Schalke, er übergibt diesen später an Heinz van Haaren. Wegen einer schweren Erkrankung an Kehlkopfkrebs lässt sich Libuda 1992 operieren. Er stirbt 1996 mit 63 Jahren an einem Schlaganfall – viel zu früh. Er ist der erste Spieler der Mannschaft aus dem WM-Jahrhundertspiel von 1970 (Deutschland vs. Italien 3:4), der verstirbt. Die Beisetzung findet auf dem Ostfriedhof von Gelsenkirchen statt. Zu Stan Libuda gibt es eine Reihe von Anekdoten, amüsante und traurige, die es wert sind, kurz erzählt zu werden.

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Über die Reviergrenze hinweg verehrt

Libuda gehört zu den ganz wenigen Spielern, die zwischen Schalke und Dortmund wechselten und in beiden Lagern Idol blieben.

Libuda ist einer der ganz wenigen Spielern, die zwischen den rivalisierenden Klubs Schale 04 und hin- und hergewechselt sind und von beide Fangruppen trotzdem verehrt wird.

Libuda ist einer der ganz wenigen Spieler, die zwischen den rivalisierenden Klubs Schalke 04 und Borussia Dortmund hin- und hergewechselt sind und von beide Fangruppen trotzdem verehrt werden.

25. Was noch weniger wissen: Der Legende nach hat Uli Hoeneß den Managerposten bei Bayern München nur bekommen, weil ein Deal zwischen dem FCB und Rudi Assauer platzt. Der Wahrheitsgehalt der Legende ist aber durchaus mit etwas Vorsicht zu genießen

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Der Spitzname und das Plakat vom Prediger

„Stan" stammt von Stanley Matthews – und unter Heukelbachs Plakat „An Jesus kommt keiner vorbei" stand bald: außer Stan Libuda.

Der Spitzname „Stan“ ist dem legendären englischen Rechtsaußen Stan Matthews nachempfunden. Die Dribbelstärke Libudas ist bis heute legendär. Als in den 1960-er Jahren der Prediger Werner Heukelbach im Ruhrgebiet eine Veranstaltungsreihe durch Plakate mit der Aufschrift „An Jesus kommt keiner vorbei“ bewirbt, schreiben Fans unter die Plakate den Zusatz „… außer ‚Stan‘ Libuda.“

26. Um den Zusatz (außer Stan Libuda) ranken sich diverse Geschichten. Details zu Stan Libuda hat DIE ZEIT 2018 wie folgt beschrieben: https://www.zeit.de/sport/2018-10/stan-libuda-hommage-75-geburtstag

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„Keiner kommt an Gott vorbei – außer Stan Libuda"

Aus dem Plakat-Gag wird ein Bonmot, das einer Frühform der Chuck-Norris-Facts gleicht – und Untertitel eines Schalke-Musicals.

Im Laufe der Jahre entwickelt sich daraus der Spruch „Keiner kommt an Gott vorbei – außer Stan Libuda“, was einer Frühform der Chuck Norris Facts gleichkommt. Der Spruch ist auch Untertitel eines Musicals über den FC Schalke 04.

Libuda ist einer der ganz wenigen Spieler, die zwischen den rivalisierenden Klubs Schalke 04 und Borussia Dortmund hin- und hergewechselt sind und von beide Fangruppen trotzdem verehrt werden.

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„Diesen Mann kann man nur mit einer Flinte erlegen"

Bei der WM 1970 in Mexiko kapituliert Bulgariens Trainer öffentlich vor Libudas Hakenschlägen.

1970, während der Weltmeisterschaft in Mexiko, sagt Bulgariens Trainer, nachdem seine Verteidiger an dem hakenschlagenden Libuda gescheitert sind: „Diesen Mann kann man nur mit einer Flinte erlegen.“

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Der Schreibfehler auf Libudas Grabstein

Auf dem Grabstein steht jahrelang „Rainhard" statt „Reinhard" – korrigiert wird er erst 2004 nach Fan-Protesten.

2003 entdeckt ein Fan einen Schreibfehler auf dem Grabstein von Reinhard Libuda. Reinhard steht dort mit „ai“ statt mit „ei“ geschrieben. Der Fan meldet sich beim FC Schalke 04; der damalige Manager Rudi Assauer verspricht, einen neuen Grabstein in Auftrag zu geben. Aber erst 2004 wird der Grabstein auf Initiative und nach Protestaktionen eines weiteren Libuda-Fans geändert.

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Der Stan-Libuda-Weg an der Veltins-Arena

Die Zufahrtsstraße westlich der Veltins-Arena erinnert dauerhaft an den Schalker Rechtsaußen.

Die Zufahrtsstraße westlich der Veltins-Arena in Gelsenkirchen trägt den Namen „Stan-Libuda-Weg“.

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12
von 100

S04 — Financial Stability Score

RisikoTraditionsclub mit 62.000er Ar…
Platz 22 der Bundesliga · Liga-Ø 58

Schalke ist das abschreckende Beispiel der Liga: Von CL-Halbfinale (2011) zu -104 Mio EK. Der Club zeigt was passiert wenn alle Minsky-Risiken gleichzeitig eintreten: Gehaltsexzesse, Transferfehler, Abstieg, COVID. Die Erholung dauert ein Jahrzehnt.

Verlorene Helden und stille Abschiede

Charly Neumann, das Urgestein und der langjährige Betreuer von Schalke 04, der die Seele des Vereins verkörperte, wird in den Machtkämpfen um Rudi Assauer entlassen.

Amine Harit und der Unfall in Marokko

Im Sommer 2018 ist der Schalker Offensivspieler in einen tödlichen Verkehrsunfall in seiner Heimat verwickelt.

Amine Harit, der talentierte Offensivspieler, erlebt eine tragische Zeit, als er im Sommer 2018 in seiner Heimat Marokko in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, bei dem ein Fußgänger tödlich verletzt wird. Das Ereignis belastet ihn auch sportlich auf Schalke lange Zeit.

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Klaus „Boxer" Täuber: Stürmer der 80er, gestorben 2023

Der treffsichere Publikumsliebling der 1980er Jahre leidet nach seiner Karriere schwer und stirbt 2023.

Klaus Täuber, geboren 1958, spielt zwischen 1980 und 1986 für den FC Schalke 04 in der Bundesliga und der 2. Liga. Seinen Spitznamen „Boxer" erhält der bullige Stürmer wegen seiner robusten Spielweise und körperlichen Präsenz im Strafraum. Insgesamt absolviert er für die Königsblauen über 130 Pflichtspiele und gilt als Identifikationsfigur der frühen 1980er Jahre.

Nach seiner Profikarriere bleibt Täuber dem Verein und dem Ruhrgebiet eng verbunden. Er stirbt am 30. Juni 2023 — der Verein und seine ehemaligen Mitspieler trauern um eine Stürmer-Persönlichkeit, die für die kämpferische Schalker DNA der Achtziger steht.

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Willi Koslowski: Letzter Held der Meisterelf 1958 stirbt 2024

Mit ihm verliert Schalke einen der letzten Spieler der bislang letzten Meistermannschaft.

Willi Koslowski, Teil der legendären Meistermannschaft von 1958, der letzten Schalker Meistermannschaft, stirbt 2024. Sein Tod markiert den Verlust einer der letzten Helden der Schalker Tradition.

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Fahrudin Jusufi: Abschied eines Schalker Abwehrstars

Einer der besten Verteidiger seiner Zeit im Schalker Trikot stirbt in dieser Phase.

Fahrudin Jusufi, einer der besten Verteidiger seiner Zeit im Schalker Trikot, verstirbt ebenfalls in dieser Phase.

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Häufige Fragen

Welche tragischen Schicksale gibt es bei Schalke?
Die Geschichte von FC Schalke 04 kennt auch dunkle Kapitel — Karrieren, die zerbrachen, und Schicksale, die berühren.
Gab es tragische Todesfälle bei Schalke?
FC Schalke 04 hat schmerzliche Verluste erlitten. Das Kapitel erinnert an die tragischsten Momente.
Welche Karrieren endeten bei Schalke tragisch?
Von Verletzungsdramen bis zu persönlichen Schicksalsschlägen — die traurigsten Geschichten.
Was behandelt Tragisch?
Rudi Assauer: Rudolf „Rudi“ Assauer absolviert zwischen 1964 und 1976 307 Bundesligaspiele für Borussia Dortmund (nicht für Schalke 04) und Werder Bremen.
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