Bernd Tönnies wird am 7. Februar 1994 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten des FC Schalke 04 gewählt. Da ist er 41 Jahre alt, geschäftlich sehr erfolgreich, aber gesundheitlich aufgrund eines Herzinfarktes bereits „angeschlagen“. Vor der Wahl muss die Vereinssatzung von S04 geändert werden, weil Tönnies noch keine zwölf Monate Mitglied des Vereins ist.
Bernd Tönnies stirbt am 1. Juli 1994 an den Folgen einer Lungeninfektion nach einer Nierentransplantation. Mit 42 Jahren. Tönnies ist ein „Vollblut-Unternehmer“.
Mit 16 Jahren verlässt er den elterlichen Bauernhof, ein Jahr darauf gründet er seine erste Firma, einen Zerlegebetrieb für Schweine. 25 Jahre später ist Tönnies zum "Kotelett-Kaiser" in Westfalen aufgestiegen, dessen Firmenimperium Fleischfabriken von den Niederlanden bis Russland umfasst. Jürgen Möllemann ist Duzfreund und Förderer des Aufsteigers.
Möllemann sorgt Anfang Februar 1994 auch dafür, dass Tönnies Präsident bei Schalke 04 wird. Bernd Tönnies ersetzt den vom SPIEGEL als Finanzjongleur entlarvten Günter Eichberg, rettet und saniert S04. Der abstiegsbedrohte Verein bleibt 1994 in der Bundesliga. Drei Jahre später ist er Sieger im UEFA Cup.
Übrigens: Bernd Tönnies ist der ältere Bruder des im Dezember 2019 (noch oder weiterhin) amtierenden S04 Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.