Schalke 04 und die Nazis: Gefährliches Spiel – die erfolgreichsten Jahre des FC Schalke 04 fallen in die Zeit des Nationalsozialismus. Zwischen 1934 und 1942 steht die Mannschaft jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale und erwirbt sich eine riesige und bis heute ungebrochene Popularität in ganz Deutschland. Die Erfolge der Mannschaft um Ernst Kuzorra und Fritz Szepan werden von den totalitären Machthabern in Deutschland ideologisch ausgeschlachtet.
Die Spieler werden instrumentalisiert oder sie lassen sich bewusst einspannen. Ganz eindeutig lässt sich dieses nicht mehr klären. Aber: Die Meisterschaftsendspiele und der Kampf- und Teamgeist der Spieler werden propagandistisch in den Vordergrund gestellt.
Im Oktober 1937 wird die Meistermannschaft anlässlich der Geburtstagsfeier von Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten vom Führer empfangen, Kapitän Szepan schüttelt Adolf Hitler die Hand. Obwohl in den ersten Kriegsjahren die Spieler noch vom Frontdienst für Spiele freigestellt werden, kann nach 1942 nicht mehr von einem normalen Spielbetrieb die Rede sein. Die Schalker Elf macht stattdessen mehrmals Reisen durch besetzte Länder zur „Truppenbetreuung“, gespielt wird dabei gegen Soldatenmannschaften.
Die Schalker Spieler Hermann Eppenhoff, Rudolf Gellesch und Otto Tibulski gehören – u. a. neben dem deutschen Fußball-Idol Fritz Walter (1920 – 2002) im Jahr 1942 auch zu den Kickern, die im Spielfilm “Das große Spiel” mitwirken. Darin laufen auch UFA-Stars wie Gustav Knuth, René Deltgen und Heinz Engelmann (Haie und kleine Fische) auf.