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OMG — Oh My God!

Bundesliga-Skandal 1971: 0:1 in Bielefeld für 2.300 Mark

Schalke verliert am 3.4.1971 absichtlich gegen Arminia Bielefeld — Klaus Fischer, Fichtel, Libuda und Rüssmann landen vor Gericht.

Schalke und der Bundesliga-Skandal - schmutziges Spiel: Im Jahr 1971 ist der FC Schalke 04 in den Bundesliga-Skandal verwickelt. 1971 absichtlich 0:1 verloren. Zahlreiche S04-Profis, auch die Nationalspieler Klaus Fichtel, Klaus Fischer, Reinhard Libuda und Rolf Rüssmann landen auf der Anklagebank – und kassieren teilweise empfindliche Sperren.

Außerdem beteiligt sind Hans-Jürgen Wittkamp, Herbert Lütkebohmert, Manfred Pohlschmidt, Hans Pirkner, Jürgen Sobieray, Dieter Burdenski, Klaus Senger, Jürgen Galbierz und Heinz van Haaren. Sie alle haben gegen Arminia Bielefeld gegen relativ geringe Bezahlung und - wie es Klaus Fischer in dem Buch "Ata, Ennatz, Susi, Yyyves" von Kai Griepenkerl im Jahr 2012 erklärt - als „Gefallen für Waldemar Slomiany (einem von Schalke zu Arminia Bielefeld gewechselten Spieler)“ absichtlich verloren. Schöner Freundschaftsdienst! “ Im April 1972 beeiden 14 Schalke-Spieler, nichts von einem verschobenen Spiel gegen Bielefeld gewusst zu haben. ,,Da es Meineide waren, stehen über 10 Jahre Zuchthaus auf dem Spiel“, fürchtet die WAZ. ,,Es ist eine von vielen Schalker Verzweiflungskationen“, schreibt Gerd Voss.

Mit der Aufhebung der meisten Schalker Sperren durch den DFB im Januar 1974 ist die Sache nicht ausgestanden. Die Staatsanwaltschaft Essen erhebt im April gleichen Jahres Anklage gegen Schalker Spieler und Funktionäre wegen Meineids. Der Prozess-Marathon beschäftigt bis Ende 1977 die Gerichte.

Jahre später meint Klaus Fischer, der sich über Jahrzehnte nicht zum Skandal geäußert hat: „Mein Gott, was waren wir damals dumm. 300 Mark pro Mann ein Spiel zu verlieren, blöder kann man nicht sein.

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