Akte FC Schalke 04
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OMG — Oh My God!

Champions League am 11.9.2001: Schalkes Debüt im Schatten des Terrors

Während in New York die Türme fallen, lässt die UEFA Schalke gegen Panathinaikos (0:2) spielen — Assauer bittet vergeblich um Absage.

Champions League an 9/11: Unwürdiges Spiel. 11. September 2001, der Tag, der die Welt verändert. Terror-Anschläge auf die USA fordern mehr als 3.000 Todesopfer.

An Fußball ist eigentlich nicht zu denken. Die UEFA handelt jedoch nach dem Motto ,,The show must go on“ und lässt den angesetzten Champions-League-Spieltag vonstattengehen. Schalke 04 muss zuhause gegen Panathinaikos Athen (0:2) spielen.

Das erste Champions-League-Match der Klubgeschichte wird zur Farce. Schalke-Coach Huub Stevens erinnert sich später in seiner Autobiographie “Niemals aufgeben” an diesen schicksalhaften Tag. ,,Ich dachte zunächst, es würde sich um einen Science-Fiction-Film handeln“, schreibt der Niederländer, ,,der Ober erklärte uns, dass das kein Film sei, sondern die Wirklichkeit, ein Anschlag auf die Twin Towers in New York. Die Spieler versammelten sich alle vor dem Fernseher und die Stimmung rutschte sofort in den Keller. (…) Rudi Assauer meldete sich umgehend bei der UEFA und bat darum, das Spiel abzusagen.

Denn wie wollte man in dieser Situation an Fußball denken? Erstaunlicher Weise sah das die UEFA anders. (…) Ich nehme an, dass der UEFA das Ausmaß der Anschläge noch nicht bewusst war, sonst hätte sie alle Spiele abgesagt.“

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