Der unnahbare Gottkaiser. Ex-Nationalspieler Felix Magath hat viele Bundesliga-Vereine trainiert. Seinen Herzensklub Hamburger SV, die Münchner Bayern, Werder Bremen.
Die Frankfurter Eintracht und den VfB Stuttgart rettet er 2000 beziehungsweise 2001 vor dem Abstieg, den VfL Wolfsburg macht er 2009 zum größten Sensationsmeister seit Kaiserslautern im Jahr 1998. Dann zieht der passionierte Schachspieler von Wolfsburg nach Gelsenkirchen weiter. Mit dem Meistermacher vom VfL, so glaubt man auf Schalke, ist den ,,Knappen“ der Erfolg garantiert. Magath kauft den halben Transfermarkt leer und holt insgesamt 32 neue Spieler zu S04, darunter Spieler wie Ali Karimi oder Angelos Charisteas, deren Anwesenheit er wohl nicht einmal selbst erklären kann.
Zunächst läuft es gut, 2010 wird er mit Schalke Vizemeister und erreicht die Champions League. 2010/11 legt Schalke mit Magath jedoch den schlechtesten Saisonstart seit 1967 hin – ein Sieg aus den ersten zehn Spielen – und der „Gottkaiser“, der sich als Trainer und Manager selbst kontrolliert, muss gehen. Auf Schalke atmet man auf. ,,Der Irrsinn der letzten Tage ist gestoppt“, frohlockt der Schalke Supporters Club in einem offenen Brief.