Im August 2019 hält Clemens Tönnies, damals Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04, eine Rede beim Tag des Handwerks in Paderborn. Darin äußert er, man solle „jährlich 20 Kraftwerke in Afrika" finanzieren — „dann hören die Afrikaner auf, Bäume zu fällen, und dann hören sie auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."
Der Aufschrei ist überregional und überparteilich: Antirassismus-Beauftragte, Politiker und Fans fordern Tönnies' Rücktritt. Die Schalke-Ehrenrats-Sitzung verhängt eine dreimonatige Sperre, lehnt aber eine endgültige Entlassung ab. Im Juni 2020 — nach weiteren Skandalen rund um Tönnies' Fleisch-Konzern und Corona-Ausbrüche bei seinen Mitarbeitern — tritt Tönnies dann von sich aus als Aufsichtsratschef zurück. Die Episode markiert das Ende seiner Vereinsmacht.
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